Matchbag aus Canvas und Snap Pap

20:42 5 Comments A + a -

Es gibt Schnitte, die ich sofort nähe und Ideen, die ich direkt umsetze. Und solche, die mir gut gefallen und die ich mir deshalb merke, pinne oder auf Listen schreibe. Und dann gibt es noch solche, die ich unbedingt nähen will, unbedingt. Und für dich ich dann eine ewig lange Vorlaufzeit brauche, weil ich einfach nicht anfangen mag, um es nicht zu versemmeln.
Die Matchbag von Keko Kreativ war so eine. Ganz lange schon auf Platz eins der Taschen, die ich nähen will. Und dann? Ebook gekauft, Schnitt gedruckt, geklebt, ausgeschnitten, wieder eingepackt, rausgeholt, wieder eingepackt, usw. … Ungefähr ein Jahr habe ich jetzt gebraucht, seit ich den Schnitt damals gedruckt habe. In dieser Zeit habe ich die Matchbag (anders als viele andere Schnitte meiner to sew list) immer im Hinterkopf gehabt, etliche Material und Stoffkombinationen in meinem Kopf durchgespielt und oft genug schon bereit gelegt, nur um dann doch wieder alles zur Seite zu schieben. Diesen Monat habe ich es nun endlich geschafft ;)

Zum Einsatz kam ein toller japanischer Canvas, den ich von der Creativa mitgebracht habe, kombiniert mit Snap Pap, Lieblingsmaterial.


Das Nähen war wirklich nicht schwierig, wenn man vom Boden absieht. Die Rundungen exakt zu nähen, war mit Snap Pap schlichtweg nicht möglich, trotz unzähliger Stoffklammern. Anders als zum Beispiel beim Klammerbeutel, konnte ich den Boden auch nicht mal eben fix per Hand vorheften. Letztlich bin ich aber trotzdem zufrieden, denn die Form stimmt.

Obwohl ich Snap Pap ja wirklich häufig verwende, habe ich die Steifheit des Materials unterschätzt, als ich auch noch den oberen Teil der Innentasche (dort, wo die Ösen eingeschlagen werden) aus Snap Pap genäht habe. Als Blende sieht das natürlich klasse aus, allerdings lässt sich der Tunnelzug so nicht ganz zuziehen. In den letzten Wochen ist das Material durch tägliche Benutzung aber schon griffiger und geschmeidiger geworden. Nächstes mal trotzdem lieber einfach Webware, sieht man ja auch nur, wenn man reinschaut.


Das Innenleben besteht aus einem beigen Baumwollstoff, der mal von einem anderen Projekt übrig geblieben ist, die Farbe passte einfach.
Ergänzt habe ich eine aufgesetzte Tasche, um z.B. mein Portemonnaie schnell griffbereit zu haben.


Statt zu nähen, habe ich beim Befestigen des Taschengurtes mit Nieten gearbeitet. Bei so dicken lagen ist das einfacher als ordentliche Nähte und wirkt auch stabil. Besonders gefallen mir die großen, etwas derberen Karabiner. Ein Paar davon habe ich noch für eine nächste Taschen bereit liegen.


Auf der Rückseite bietet der Schnitt noch ein Reißverschlussfach, in denen Dinge sicher verstaut werden können.


Verstärkt habe ich den Canvas übrigens mit Vlieseline H630, den Futterstoff mit H250, eine Kombination die ich gerne Verwende, wenn ich bei einer Taschen Griffigkeit und Stand verleihen will, ohne den "schlabbrigen" Stoffcharakter zu verlieren, blöd ausgedrückt ;)

Und jetzt noch schnell zu RUMS, ein wenig spät heute. Außerdem darf meine Matchbag noch in die Taschensammlung.

DIY Shibori Täschchen

12:09 2 Comments A + a -

Vor einigen Wochen habe ich hier meine ersten Färbeversuche mit Batikfarbe gezeigt. Die Stoffe lagen zwar eine Weile herum, sind aber natürlich nicht unverarbeitet geblieben.
Heute gibt es schonmal zwei Täschchen zu sehen, die ich daraus genäht habe.


Gefüttert mit einfachem weißen Halbleinen und verstärkt mit Vlieseline H 630 für ein bisschen Griffigkeit. Außerdem konnte ich endlich mal ein paar der weißen Reißverschlüsse verarbeiten, die hier schon sehr lange in der Schublade liegen.
Die Handschlaufen sind einfach mit einfach mit einer Niete an Mini D-Ringen befestigt.


Das Schnittmuster ist ein halbes DIN A4 Papier gewesen, mit einer Untertasse habe ich die Ecken abgerundet. Mit sehr großzügiger Nahtzugabe genäht, kommen dabei Täschchen in einer Größe von ca. 13 x 18 cm heraus.


Aus den anderen Stoffen (und in einem zweiten Färbegang produzierten) sind Kissenbezüge geworden, die zeige ich noch ein anderes Mal.

Auf in die donnerstägliche Sammlung und zu den Täschchen!

Ich näh mir eine Tabaktasche

11:25 2 Comments A + a -

Oder zwei.  Nachdem ich bei den ersten Modellen immernoch viel rumprobiert habe, steht der Schnitt mittlerweile und wird auch nicht mehr geändert, höchstens noch von der Größe angepasst, wenn das nötig is. Das geht jetzt schon fast im Schlaf. 
Gefühlt habe ich schon mein halbes rauchendes Umfeld mit diesen Beuteln versorgt, jetzt war ich mal wieder dran.


Der Stoff ist ein Reststück von einer großen Tasche, die ich hier noch nicht gezeigt hab. Das Lederband fand ich noch in einer Kiste und wird einfach drumherum gewickelt.


Die Filter finden in einem Reißverschlussfach Platz, der Rest ist in Steckfächern untergebracht. Taschen mit dieser Aufteilung habe ich vor einer Weile schonmal gezeigt. Meistens aus Kunstleder genäht und mit einem Gummiband verschlossen, was sich auch so bewährt hat. Wie zum Beispiel hier:


 Ab damit in die Täschchensammlung und zu RUMS.

Canvas Pencil Pouch

13:02 0 Comments A + a -

So langsam gehen mir die Ideen aus, was ich in all die genähten Reißverschlusstäschchen packen soll. Okay, ich hab viele Stifte, aber auch die sind mittlerweile alle gut verpackt. Um dutzende Kosmetiktäschchen zu befüllen, besitze ich nicht genug Kosmetik. Aber als ich vor knapp zwei Wochen die Canvas Pencil Pouches bei Noodlehead entdeckt habe, war schon klar, dass die auch von mir genäht werden wollen. Dann eben eventuell für die Geschenke-Kiste.


Genäht habe ich sie aus beschichteter Baumwolle mit dem schönen Wellenmuster (in Blau schon verwendet für mein Portemonnaie aus Snap Pap) und einem Patchworkstoff in Leinenoptik, verstärkt mit Vlieseline S 320. 


Canvas habe ich auch verwendet, allerdings nur für das Futter.
Den Reißverschluss habe ich wieder nach meiner Lieblingsmethode mit Tabs an den Enden eingenäht, und nicht wie in der Anleitung beschrieben.


Das Täschchen ist gar nicht so klein, wie ich auf Grund der Bilder vermutet hätte. Etwa 26 cm lang, 9 cm hoch und 4,5 cm tief - da gehen schon einige Stifte rein.
Die Teilung des Außenstoffs gefällt mir sehr gut, am liebsten hätte ich gleich einen ganzen Schwung dieser Täschchen genäht, aber die Vernunft hat zur Abwechslung mal gesiegt.
Außerdem hatte ich noch ein paar andere "größere" Projekte auf meiner Liste, die ich nun auch endlich mal angegangen bin. Mehr dazu, kann ich hoffentlich bald erzählen.

Ab in die Täschchensammlung, zum Creadienstag und HoT.