Ein luftig leichter Sommerrock

14:39 5 Comments A + a -

Hab ich hier schonmal was zum Anziehen gezeigt? Nein, ich glaube wirklich nicht. (Es sei denn, man zählt meine Kuschel-Armstulpen als Kleidung.)

Ist auch kein Wunder, an Kleidung hab ich mich bisher kaum rangetraut, dabei bewundere ich regelmäßig, was andere Nähbloggerinnen tolles machen. Aber Kleidung ist schwer, vor allem wenn die eigene Nähmaschine keinen Jersey mag. Außerdem hab ich großen Respekt vor Schnittmustern und Passformen .. puh.
Aber: Ein paar Röcke habe ich doch schon genäht. Da kann man nicht so viel verkehrt machen wie z.B. bei einer Bluse. Und ich trage sie alle gerne. Heute mag ich einen davon zeigen, der schon letzten (Spät)Sommer entstanden ist und bald wieder öfter ausgeführt wird :)
Darf ich präsentieren - Mein heutiger RUMS:


Und jetzt wo das Foto drin ist, fällt mir auch wieder ein weiterer Grund ein, wieso ich hier noch keine Kleidung gezeigt habe. Das Fotografieren ;) Ich mag mich so ungerne selbst ablichten (sieht jemand die verkrampfte Faust?) und wenn andere mit der Kamera auf mich zeigen, bin ich meistens auch schnell weg. Schwierig ;)

Von Erfolg und Misserfolg: Ein Reißverschluss-Problem

11:35 9 Comments A + a -

Mit meinen ersten Nähversuchen habe ich damals direkt die Angst vor Reißverschlüssen abgelegt und mittlerweile gibt es eigentlich keine Projekte, an die ich mich nicht traue. Aber einen kleinen Angstgegner hatte ich doch noch: Reißverschlüsse um Kurven legen. Das hab ich mir wahnsinnig schwierig vorgestellt. Ist es aber gar nicht, manchmal muss man sich bloß trauen - so viel zum Erfolg ;)


Mein "Plan" lief aber trotzdem nicht ganz glatt.

„Einmal Kabelsalat, bitte.“

10:23 6 Comments A + a -

"Haben wir nicht, kriegen wir auch nicht wieder rein"

Oder so ähnlich. Ganz ohne Kabelsalat ist bei mir dann doch unrealistisch. Aber kleine Helfer wie diese verhindern wenigstens, dass sich Kopfhörer, Ladekabel etc. verknoten, sobald man zur Seite schaut.


Im Dezember habe ich ja schonmal gezeigt, wie ich diese Cord Wraps aus Stoffresten genäht habe. Die meisten davon haben neue Besitzer gefunden und eigentlich wollte ich schon länger mal Nachschub produzieren. 
Noch viel einfacher war dann diese Version aus Filzresten mit Druckknöpfen. Ohne nähen, nur ausschneiden und (optional) Kanten abrunden. Snaps anbringen. Fertig. (Meine Filzstreifen bemaßen ca. 4cm x 12 cm.)

Neue Portemonnaies

00:46 3 Comments A + a -

Mein allererster Blogpost (schon ein halbes Jahr - wo ist die Zeit geblieben?) war eine Nähanleitung für ein kleines Portemonnaie. Über die Zeit ist das auch mit Abstand der beliebteste Post geblieben, was mich natürlich sehr gefreut hat. Schließlich hat es ja schon einige Überwindung gekostet, den ersten Post online zu stellen und damit offiziell in die Bloggerwelt einzutreten.

Seitdem habe ich viele andere kleine und große Taschen (und auch anderes) genäht, aber eigentlich möchte ich die Anleitung für mein kleines Portemonnaie schon länger erweitern.
Ein zusätzliches Scheinfach muss auf jeden Fall rein, das fehlt mir nämlich und verschiedene Verschlussmöglichkeiten möchte ich auch noch zeigen. Außerdem ein alternatives Münzfach ohne Reißverschluss. Und natürlich verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten der Außenseite.

Vorerst habe ich aber nur ein bisschen zum Spaß für mich genäht und dabei KamSnaps gegen ein Gummi getauscht, außerdem mit verschiedenen Materialien herumprobiert und den Außenstoff geteilt .
Insgesamt sind dabei drei neue Portemonnaies entstanden. 


Nummer eins war ein reines Experiment, in dem ich einmal superdünnes stretchiges Kunstleder mit Vlieseline H250 verstärkt habe. Außerdem einen ganz dünnen fließenden Stoff, aus dem ich mir letzten Sommer einen Rock genäht habe. Beides Stoffe, die hier schon eine ganze Weile ungenutzt rumlagen.


Das Vernähen der Stoffe hat entgegen meiner Erwartungen auch echt super geklappt, nur zum Schluss beim Absteppen auf dem Kunstleder hatte ich Probleme, was man auch sieht. Da wären Obertransport oder Teflonfuß wohl nicht verkehrt - ich hab mir mit Washi-Tape beholfen ;)

Täschchen aus Wollfilz und SnapPap mit "Herzlabel"

10:25 15 Comments A + a -

Zur Zeit nähe ich ja (gezwungenermaßen) aus dem Fundus. Das macht zwar Spaß, weil ich immer wieder neue Kombinationen und Techniken ausprobiere, manchmal bin ich aber auch einfach ratlos, kann Stoffe nicht mehr sehen oder weiß nicht, was ich aus teilweise so winzigen Resten noch basteln soll. Andererseits fordert das die Kreativität auch heraus und solche Herausforderungen mag ich!

Mein jüngstes Experiment ist ein Täschchen aus dickem Wollfilz mit SnapPap-Boden geworden. In meinem Kopf war das ganz einfach und schnell genäht: Einlagig, weil Filz und SnapPap schon fest genug sind und deswegen auch kein Bügelvlies. Keine Kanten, die versäubert werden müssen, da franst nichts aus. Ein ganz einaches Reißverschluss-Täschchen mal wieder.

Meine Nähmaschine meinte aber, dass ich ihr mit der Kombination aus dickem Filz (fast 5mm) und stellenweise mehreren Lagen SnapPap zu viel zumute. Aber wir haben uns durchgekämpft und das Ergebnis entschädigt für die kleinen und großen Kämpfe finde ich, oder? 


Aufgrund der vielen Lagen hat meine Nähmaschine wirklich Probleme mit dem Transport gehabt und stellenweise hab ich das SnapPap dadurch regelrecht perforiert. 


Aber am Ende ist trotzdem alles gut gegangen und wirkt doch ziemlich stabil. Man sieht an einigen Stellen, dass nicht alles ganz glatt lief, trotzdem bin ich zufrieden und weiß für's nächste Mal, was ich anders machen sollte. Mit dünnerem Filz und etwas mehr Nahtzugabe dürften sich die meisten Schwierigkeiten wahrscheinlich schon lösen lassen :)

Stoffresteabbau: Nochmal Untersetzer

11:10 6 Comments A + a -

"Patchwork Fabric Coasters" klingt irgendwie nach mehr, vielleicht sollte ich meine Titel lieber auf Englisch halten?

Erinnert sich noch jemand an meine bunten Untersetzer? Oder die Tetris-Untersetzer?
Damit ist es das ja noch nicht gewesen, da kann man einfach schön verschiedenste Reste kombinieren :)

Hier ist es mal wieder die eckige Variante geworden, zusammengesetzt aus zwei Dreiecken.


So viele Untersetzer brauche ich gar nicht, deswegen haben sie bisher auch nur für die Fotos posiert und liegen mittlerweile seit fast zwei Monaten in meiner Kleinigkeiten-Kiste. Also werden auch keine Untersetzer mehr genäht, vorerst. Und auch keine Mug Rugs! 
Es gibt ja immerhin noch genug andere Resteverwertungsprojekte :)

Ich nehme mir zum Kaffee jetzt erstmal einen Schokomuffin und drehe meine Dienstagsrunde!
Verlinkt bei: Creadienstag und HoT

Eine Zweifachtasche!

08:34 4 Comments A + a -

2-fachtasche? Zwei-Fach-Tasche? Eine Tasche mit zwei Fächern jedenfalls ;)
 
In den letzten Wochen hab ich ja vorzugsweise schlicht genäht. Viel schwarzes und graues. Upcycling von alten Jeans eben.
Aber irgendwann reicht es auch mal - der Frühling steht schließlich vor der Tür :)

Außerdem hab ich hier ja noch so viele bunte Reste (okay, auch größeres) gehortet, die müssen auch irgendwann mal dran glauben. Die verarbeiteten Hamburger Liebe Stöffchen zum Beispiel. Irgendwann relativ zu Beginn meiner Näherei gekauft und teilweise kaum vernäht. Schande! Aus dem Fly me to Paradise hab ich mir mal eine Tasche genäht und noch ein paar komisch geschnittene Reste übrig gehabt, großflächig kann er also nicht mehr zum Einsatz kommen.
Aber auf meiner 2-Fach-Tasche macht er sich auch ganz gut, finde ich :)


Ja, 2-Fach-Täschchen. Da wär der Fünf-Fach-Organizer von Farbenmix auch nicht verkehrt gewesen, den ich zwar seit Dezember auf der Festplatte, aber immernoch nicht genäht habe. Dann hätte ich auch eine Anleitung gehabt und nicht so einen Unsinn produziert.

Meine neue Lieblingstasche

00:01 9 Comments A + a -

Endlich geschafft! Fotos von der neuen Tasche :) Hier hab ich ja schonmal berichtet, dass es sie bald zu sehen gibt  ;)

Seit mehr als zwei Wochen ist sie jetzt schon im Dauereinsatz und trotzdem habe ich es nicht geschafft, mal schöne Fotos zu machen. Teilweise hat das Wetter nicht mitgespielt, aber hauptsächlich lag es an meiner Unfähigkeit, Bilder von mir selbst zu machen.
Und dass mein Prachtstück nicht einfach irgendwo auf dem Sofa liegend fotografiert werden soll, ist ja klar ;)

Wie auch immer - am Wochenende hat der Mann sich erbarmt und ist nach einem anstrengenden Tag als Umzugshelfer tatsächlich noch mit mir raus gegangen, um das tolle Wetter zu nutzen. Und dann am nächsten Tag nochmal, weil mir am Samstag dann doch nicht mehr nach Fotos machen war. (Danke dafür!)
Außerdem hat er sich ganz toll als Taschen-Model gemacht, obwohl ihm furchtbar kalt war. Da könnte man natürlich auch die Jacke zumachen ... Aber seht selbst ;)


Wer jetzt denkt "so viel Aufregung für eine einfache Tasche?" hat vielleicht gar nicht mal so unrecht. Der Schnitt ist ganz simpel ohne viele Spielereien, aber eine neue alltagstaugliche Tasche war wirklich überfällig und die Farben mag ich im Moment sehr :)
Grau/Gelb/Blau sind ja eh Lieblinge von mir, die immer wieder zum Einsatz kommen. In diesem Fall als dunkelgraue abgelegte Jeans, sonnengelber Canvas und türkises(?) Garn für die Ziernähte. Angefangen hab ich übrigens nur mit gelb und grau, allerdings war mir der Kontrast von den gelben Nähte auf Grau allein irgendwie zu hoch. Grundsätzlich gefällt mir das ja, aber ich will die Tasche noch lange tragen und mag mir nicht so Kleinigkeiten übergucken.

Stoffresteabbau: Nadelaufbewahrung mit Anleitung

09:24 10 Comments A + a -

Das Ordnen und Sortieren an meinem Näh- und Bastelplatz scheint ein ewiger Prozess zu sein. Immer wenn ich denke, ich habe für alles das beste System gefunden, fällt mir eine praktischere Lösung ein. Das momentane Chaos lässt mich auch ein bisschen daran zweifeln, dass alles so gut aufbewahrt ist, wie ich bisher dachte ;)

Ganz klein hab ich also erstmal angefangen und ein neues Zuhause für meine Nähmaschinennadeln gezaubert. 
Die Stoffrestekisten sind dadurch auch wieder ein bisschen leerer geworden. Endlich!
Bis dahin hatte ich eine kleine Schachtel, in der die Packungen mit Nadeln ziemlich genau reingepasst haben. Leider hat der Deckel schon lange nicht mehr drauf gepasst und ganz optimal war das eh nicht. Eine andere Lösung musste also her.


Die Erleuchtung kam mir beim Durchstöbern von Pinterest. Während ich mir Reißverschlusstäschchen mit Sichtfenster angeguckt habe, kam mir die Idee für eine Nadelaufbewahrung aus Baumwolle und Vinyl.


Jedes der kleinen Fächer bietet Platz für ein bis zwei Packungen mit Nadeln, mehr hab ich von einer Sorte normalerweise auch nicht.
Mit einer Öse habe ich die einzelnen Fächer an einem Heftring befestigt, ein Karabinerhaken oder einfache Schlüsselringe erfüllen aber den gleichen Zweck.