Meine erste Gürteltasche

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Anfang des Jahres habe ich es mir in den Kopf gesetzt, eine eigene Gürteltasche zu nähen. Ganz ohne Anleitung am besten. Wie sie aussehen sollte, hatte ich auch schon ganz genau im Kopf, "Kann ja nicht so schwer sein", dachte ich mir.
Zu dem Zeitpunkt beschränkte sich meine Näherfahrung hauptsächlich auf Kosmetiktäschchen, Federmappen und Loops. Beste Vorraussetzungen also!
Mit maßloser Selbstüberschätzung habe ich dann einfach angefangen Skizzen zu machen, Schnittteile aufzuzeichnen und aus Lieblingsstoffen(!) auszuschneiden. Wenn schon, denn schon :D

Nachdem ich dann fröhlich planlos drauf losgenäht habe, ging mir irgendwann auf, dass das alles wohl doch nicht so passt. Frustriert hab ich alles hingeschmissen und mein Werk mit bösen Blicken bedacht, aber irgendwann hab ich mich doch wieder dran gewagt und bin tatsächlich zu einem Ergebnis gekommen. 




Die Tasche ist nicht perfekt - im Gegenteil. 



Aber sie war mein erstes komplett selbst erdachtes Werk und stolz war ich trotzdem, als sie endlich Fertig war.
Mittlerweile hab ich das Modell weiterentwickelt, vieles eleganter gelöst oder ganz anders gemacht.
Aber es ist meine Tasche, die vielen kleineren und größeren Fehler stören mich nicht mehr.

Im Nachhinein kann ich sagen, dass ich mir wahrscheinlich viel Frust und Nerven gespart hätte, wenn ich einfach nach einer Anleitung genäht hätte, aber dann wäre die Tasche nie so sehr meine gewesen, wie sie es jetzt ist.
Außerdem habe ich dabei auch einiges gelernt. Zum Beispiel, dass ich wirklich kann, wenn ich mich mit Problemen auseinandersetze und nicht gleich das Handtuch werfe.


Auch wenn ich danach noch technisch bessere Gürteltaschen genäht habe, liegt mir diese hier einfach besonders am Herzen und deswegen schicke ich sie heute zu RUMS und schau mal, was es bei den anderen zu sehen gibt :)

Was sind eure Herzensprojekte? Wo habt ihr so richtig gekämpft?